Die Ausbildung besteht typischerweise aus:

  • Theoretischem und fachpraktischem Unterricht in der zuständigen Berufsschule (ca. 2 Tage pro Woche)
  • Stütz- und Förderunterricht im Bfz-Kassel (ca. 1-3 Tage pro Woche, je nach Lernstand)
  • Fachpraktischen Übungen in Praxisbetrieben der Region Kassel (ca. 0-2 Tage pro Woche, je nach Lernstand)
  • Einem Praktikum gegen Ende der Maßnahme bei einem potenziellen Arbeitgeber (auch das lernbegleitend)

Insgesamt ist der Aufbau stark angelehnt an das normale System der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Wichtig ist uns vor allem die Flexibilität, auf Lernprobleme durch eine Erhöhung des Anteils des Stütz- und Förderunterrichts reagieren zu können.

Maschinen- und Anlagenführer(innen) stellen mittels Maschinen Teile in industriellen Fertigungsprozessen her. Dazu bereiten sie Arbeitsabläufe vor, richten die Maschinen ein und übernehmen Wartungsaufgaben.

Einsatzbereiche für Industriemechaniker und Industriemechanikerinnen

Maschinen- und Anlagenführer(innen) finden in vielen industriellen Bereichen Beschäftigung und sind nicht auf bestimmte Produktionsbereiche festgelegt. Sie können beispielsweise an Werkzeug-, Textil- oder Druckmaschinen tätig sein oder auch mit Anlagen im Bereich der Lebensmittelerzeugung tätig sein.

Persönliche Voraussetzungen

Sorgfalt, Aufmerksamkeit und Beobachtungsgenauigkeit sind wichtige Voraussetzungen, um mit der notwendigen Exaktheit und Verlässlichkeit gute Produktionsergebnisse zu erzielen. Zudem ist eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit (bei Störungen oder auch generell bei schnellen Produktionsabläufen) von Vorteil. Schließlich ist - wie bei jeder technischen Tätigkeit - ein gutes technisches Verständnis eine Voraussetzung für die erfolgreiche Tätigkeit in dem Beruf.

Im Wesentlichen für Jugendliche mit schulischen Schwierigkeiten und anderen Einschränkungen fördert insbesondere die Agentur für Arbeit den Erwerb von Berufsabschlüssen in sogenannten überbetrieblichen oder außerbetrieblichen Einrichtungen. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze ist sehr begrenzt. Das Bfz-Kassel bietet solche Plätze zurzeit nicht an.

Für Jugendliche ohne solche Einschränkungen gibt es keine weiteren Angebote. Es werden Warteschleifen (mit Namen wie "Berufsvorbereitungsjahr") veranstaltet, ansonsten empfiehlt man den meisten Jugendlichen lediglich, sich um Ausbildungsplätze zu bewerben, auch wenn es schlicht weniger Plätze gibt als ausbildungssuchende Jugendliche.

Das Bfz-Kassel bietet seine Dienste auch in solchen Fällen an, für die sich ansonsten keine Lösung finden lässt. Die Kosten hierfür werden allerdings von den Jugendlichen oder ihren Eltern / Sponsoren finanziert werden müssen. Eine BAFöG-Förderung sollte möglich sein, aber hierzu liegen keine abschließenden Erkenntnisse vor. Möglich, dass man den Anspruch auf BAFöG erst durchsetzen muss, da die Möglichkeit, eine "schulische Ausbildung" zu absolvieren, in Hessen noch nicht ganz angekommen zu sein scheint - in anderen Bundesländern ist das Standard und ebenso die BAFöG-Förderung für solche Ausbildungen.

Die Ausbildung im Bfz-Kassel orientiert sich weitgehend am bewährten dualen Berufsausbildungs-System in Deutschland. Die Auszubildenden erwerben sowohl die notwendigen Kenntnisse in der Fachtheorie, als auch die praktischen Erfahrungen, die man nur in Betrieben sammeln kann.

Der Unterricht erfolgt weitgehend klassisch, also dem üblichen Modell "Lehrer vor Klasse" folgend. Selbstlernphasen und eigenständiges Üben bzw. Lernen beschränken sich auf pädagogisch angebrachte Anteile.

Das Bfz-Kassel fungiert auch als Unternehmensberatung und Unternehmensdienstleister und gewinnt daher Einblicke in die betriebliche Praxis, die einem reinen Bildungsanbieter oftmals verwehrt bleiben. Unsere Consulting-Aktivitäten haben auch einen Einfluss auf die Qualität unserer Beziehungen zu den Unternehmen in der Region und die damit einhergehenden Vermittlungsaussichten.