Die Ausbildung besteht typischerweise aus:

  • Theoretischem und fachpraktischem Unterricht in der zuständigen Berufsschule (immer ca. 2 Wochen am Stück)
  • Stütz- und Förderunterricht, sowie fachpraktische Übungen im Bfz-Kassel (immer ca. Wochen am Stück)
  • Gegebenenfalls ergänzende fachpraktische Übungen in gastronomischen Betrieben in der Region Kassel (statt im Bfz-Kassel)
  • Einem Praktikum gegen Ende der Maßnahme bei einem potenziellen Arbeitgeber (auch das lernbegleitend)

Wichtig ist uns, dass dieser Aufbau erlaubt, sehr individuell auf Lernbedarfe einzugehen.

Man sagt, dass der Beruf des Koches bzw. der Köchin der älteste Beruf der Menschheit ist. Und dennoch unterliegt auch er dem Wandel der Zeit, wie im Folgenden dargelegt wird.

Einsatzbereiche als Koch bzw. Köchin

Köche und Köchinnen bereiten unterschiedliche Gerichte zu und richten sie an. Sie organisieren alle Arbeitsabläufe in der Küche, stellen Speisepläne auf, kaufen Zutaten ein und lagern sie fachgerecht.

Hauptsächlich arbeiten sie in den Küchen von Restaurants, Hotels, Kantinen, Krankenhäusern, Pflegeheimen und Catering-Firmen. Darüber hinaus sind sie in der Nahrungsmittelindustrie für Hersteller von Fertigprodukten und Tiefkühlkost tätig. Auch Schifffahrtsunternehmen beschäftigen auf größeren Ausflugs- und Kreuzfahrtschiffen Köche und Köchinnen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Berufsbild stetig verändert. Das "Kerngeschäft" der Speisen-Zubereitung blieb natürlich erhalten, aber die Anforderungen rund um diesen Kern sind stetig gestiegen:

  • Die Nahrungsmitteltheorie wird immer wichtiger. Nahrung soll nicht nur schmecken, sondern auch
    • nicht dick machen
    • allergische Reaktionen vermeiden
    • mit Zusatzstoffen bewusst umgehen
    • gesund sein
    • hygienisch zubereitet werden
  • Umfangreiche hygienische Vorschriften sind zu beachten
  • Das kaufmännische Denken, zum Beispiel bei den Themen Einkauf und Preiskalkulation wird zunehmend wichtiger

Das ist nur ein Ausschnitt der vielfältigen Anforderungen, denen sich Köche und Köchinnen heutzutage stellen müssen.

Persönliche Voraussetzungen für Köche und Köchinnen

Der Ausbildungsberuf stellt hohe Anforderungen an verschiedenste Facetten der Auszubildenden. Dazu gehören physische Anforderungen, denn der Beruf erfordert hohen körperlichen Einsatz. Die Arbeitszeiten in der Gastronomie verlangen den Köchen und Köchinnen in der Regel einiges ab. Entsprechend hoch sollte die Stabilität, körperlich wie psychisch, sein.

Desweiteren gehört es zum Berufsbild, Rezepte und Vorgehensweisen für eine immense Anzahl von Gerichten bzw. Arbeitsgängen jederzeit abrufbar im Kopf zu haben. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Lernbereitschaft und das Merkvermögen der Teilnehmer.

Zu einem guten Teil handelt es sich bei dem Beruf um ein Handwerk. Entsprechend ist es nötig, über eine gute Präzision und Ausführungsgeschwindigkeit auch im manuellen Bereich zu verfügen.

Es sollte auch nicht unterschätzt werden, wie stark Hygienerichtlinien und sonstige gesetzliche Vorschriften das Tätigkeitsfeld von Köchen und Köchinnen inzwischen beeinflussen. Die Bereitschaft, die eigene Tätigkeit zu dokumentieren und zu formalisieren, muss vorhanden sein.

Last but not least: Leidenschaft für das Kochen, ein guter Geschmackssinn und Lust, anderen Gaumenfreuden zu bescheren, ist natürlich ein riesiges Plus für jeden Koch und für jede Köchin.

Im Wesentlichen für Jugendliche mit schulischen Schwierigkeiten und anderen Einschränkungen fördert insbesondere die Agentur für Arbeit den Erwerb von Berufsabschlüssen in sogenannten überbetrieblichen oder außerbetrieblichen Einrichtungen. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze ist sehr begrenzt. Das Bfz-Kassel bietet solche Plätze zurzeit nicht an.

Für Jugendliche ohne solche Einschränkungen gibt es keine weiteren Angebote. Es werden Warteschleifen (mit Namen wie "Berufsvorbereitungsjahr") veranstaltet, ansonsten empfiehlt man den meisten Jugendlichen lediglich, sich um Ausbildungsplätze zu bewerben, auch wenn es schlicht weniger Plätze gibt als ausbildungssuchende Jugendliche.

Das Bfz-Kassel bietet seine Dienste auch in solchen Fällen an, für die sich ansonsten keine Lösung finden lässt. Die Kosten hierfür werden allerdings von den Jugendlichen oder ihren Eltern / Sponsoren finanziert werden müssen. Eine BAFöG-Förderung sollte möglich sein, aber hierzu liegen keine abschließenden Erkenntnisse vor. Möglich, dass man den Anspruch auf BAFöG erst durchsetzen muss, da die Möglichkeit, eine "schulische Ausbildung" zu absolvieren, in Hessen noch nicht ganz angekommen zu sein scheint - in anderen Bundesländern ist das Standard und ebenso die BAFöG-Förderung für solche Ausbildungen.

Die Ausbildung im Bfz-Kassel orientiert sich weitgehend am bewährten dualen Berufsausbildungs-System in Deutschland. Die Auszubildenden erwerben sowohl die notwendigen Kenntnisse in der Fachtheorie, als auch die praktischen Erfahrungen, die man nur in Betrieben sammeln kann.

Der Unterricht erfolgt weitgehend klassisch, also dem üblichen Modell "Lehrer vor Klasse" folgend. Selbstlernphasen und eigenständiges Üben bzw. Lernen beschränken sich auf pädagogisch angebrachte Anteile.

Das Bfz-Kassel fungiert auch als Unternehmensberatung und Unternehmensdienstleister und gewinnt daher Einblicke in die betriebliche Praxis, die einem reinen Bildungsanbieter oftmals verwehrt bleiben. Unsere Consulting-Aktivitäten haben auch einen Einfluss auf die Qualität unserer Beziehungen zu den Unternehmen in der Region und die damit einhergehenden Vermittlungsaussichten.

Ihr Ansprechpartner
Leiter Unternehmens-Entwicklung

Starttermine
  • 01.02.2018
    Koch/Köchin
    VZ: 36 Monate bis zum 29.01.2021
    TZ: 48 Monate bis zum 31.01.2022
  • 01.08.2018
    Koch/Köchin
    VZ: 36 Monate bis zum 16.07.2021
    TZ: 48 Monate bis zum 22.07.2022
Legende
  • VZ = Vollzeit
  • TZ = Teilzeit (vormittags)